Verstetigung der Arbeit

März 1996

Das Nordstadt-Forum führt die Ideenwerkstadt „In der Nordstadt bleiben“ in der RWAG (heute Auslandsgesellschaft NRW) durch.   -> zum Flyer, -> zum Programm

November 1996

Stadt Dortmund – Stadtplanungsamt (1997): Handlungskonzept Dortmund-Nordstadt – Stadtteil mit besonderem Erneuerungsbedarf (Reader für ILS-Forum am 25.04.1997), Dortmund

Der Rat der Stadt Dortmund beschließt das Integrierte Handlungsprogramm für die Dortmunder Nordstadt. Ziel des Konzeptes ist es, die bereits durchgeführten überwiegend städtebaulichen Verbesserungen abzusichern und weiterhin erforderliche Maßnahmen fortzuentwickeln und stärker zu vernetzen. Projekte mit den Schwerpunkten Wohnen (Wohnungen/Wohnumfeld) und Arbeit (Ausbildung/Beschäftigung/Lokale Ökonomie) sollen die sozialen, ökonomischen, strukturellen und städtebaulichen Verhältnisse stabilisieren und verbessern. Vor allem gilt es, die zahlreichen Potenziale der Nordstadt zu nutzen.
Im selben Jahr erfolgt die Aufnahme der Dortmunder Nordstadt in das Landes-programm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf“.

Dezember 1996

Die Abteilung Stadterneuerung im Stadtplanungsamt wird aufgelöst. Der Kern der alten Projektgruppe Nordstadt soll als Gruppe „Stadtteile mit besonderem Erneuerungsbedarf“ in der Abteilung „Generelle Planung“ im Stadtplanungsamt aufgehen.

Februar 1997

Einladungsflyer

Das Nordstadt-Forum führt am 15.02.1997 das Werkstattgespräch „30 Jahre Nachbarschaft in der Nordstadt – Zusammenleben zwischen Menschen deutscher und ausländischer Herkunft“ (-> zum Programm) durch. Unter Hinzuziehung eines externen Moderators (Jens Stachowitz) erörtern die Teilnehmer Ansatzpunkte für ein verbessertes Zusammenleben der unterschiedlichen sozialen und ethnisch-kulturellen Gruppen.
 
Die Stadt richtet auf Basis des Beschlusses zum Integrierten Handlungsprogramm die Projektkonferenz Nordstadt (PK Nord) ein. Das 17-köpfige Gremium besteht überwiegend aus Vertretern von Rat, Bezirksvertretung und Verwaltung. Das Nordstadt-Forum wird sich später für eine Öffnung für die Träger aus der Nordstadt einsetzen.

1997/1998

Erste Überlegungen im Nordstadt-Forum für ein Projekt „Runde Tische“. Suche und Treffen erster potenzieller Moderatoren. Das Projekt wird in Richtung „Konfliktvermittlung“ weiterentwickelt, im Juli 2000 wird ein Abschlussbericht vorgelegt.
-> weitere Informationen

November 1998

Mit einer weiteren Veranstaltung „Wohnen in der Nordstadt“, Stellungnahmen und Gesprächen wendet sich das Nordstadt-Forum – erfolgreich – gegen Versuche aus Politik und Verwaltung, über die Belegungsrechte an Sozialwohnungen den Zuzug von Ausländern in die Nordstadt zu begrenzen.
Nach dem plötzlichen Tod von Dieter Kock übernimmt Renate Chelminiecki die Moderation des Nordstadt-Forums.

Januar 2000

Das Planungsamt legt den Bilanzbericht „Stadtteile mit besonderem Erneuerungsbedarf“ vor.

Januar 2000

Das Nordstadt-Forum führt einen Workshop zum „Stadtteil- und Quartiersmanagement – Lernen von Praxisansätzen andernorts“ im Kath. Zentrum Probsteihof durch. In einem Brief an das Ministerium für Städtebau, Wohnen, Kultur und Sport des Landes wird die Einrichtung eines Quartiersmanagements unter Trägerschaft der lokalen Institutionen gefordert. Am 27. September 2000 folgt ein Gespräch mit Planungsdezernent Ullrich Sierau. Im Prozess der Implementierung eines Quartiersmanagements im Rahmen des Programms Urban II wird diese Forderung nach lokaler Trägerschaft weiter verfolgt und schließlich auch erreicht.

Januar 2000

Das Nordstadt-Forum wird eingeladen, eine/n Vertreter/in für die Projektkonferenz PK Nord zu benennen. „Nach der Kommunalwahl im September 1999 haben sich einige Veränderungen in der politischen Besetzung der PK Nord ergeben. Die neue Geschäftsordnung sieht außerdem vor, dass sechs „Schlüsselpersonen“ des Stadtteils aus den Bereichen Wohnungswirtschaft, Einzelhandel, Migranten, Kirchen, Kinder- und Jugendarbeit und Initiativen als beratende Mitglieder beteiligt werden.“ Das Nordstadt-Forum benennt Reiner Staubach und als Stellvertreterin Renate Chelminiecki.

Dezember 2000


Leitbildworkshop mit Vertretern lokaler Gruppen

In der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord stellen OB Langemeyer und Planungsdezernent Sierau Visionen für die Zukunft der Nordstadt vor. Mit dem „Integrierten Stadtbezirks-entwicklungskonzept“ (InSEKt) sollen das Image verbessert, die Stärken hervorgehoben und neue Potenziale für den Stadtteil geweckt werden. Das Konzept umfasst einen Verwirklichungszeitraum von 10-15 Jahren. Hier geht es zum Zeitungsartikel in der WR vom 8. Dezember 2000.

2001

Das Nordstadt-Forum setzt sich für die Weiterfinanzierung des Prostituierten-Ausstiegsprojekts von KOBER (KOmmunikations- und BERatungsstelle für Prostituierte) ein.
-> Schreiben des Nordstadt-Forums

Mai 2003

Aus verschiedenen Gremien (Lenkungskreis Nordmarkt, Sicherheitsforum, PK Nord) und der verwaltungsinternen Begleitgruppe zu Urban II entsteht der neue „Konsultationskreis Nordstadt“. Das Nordstadt-Forum benennt Helmut Lierhaus als Vertreter. Das erste Treffen ist am 05. Mai 2003.

September 2003

Das Nordstadt-Forum führt das Fachgespräch „Quartiersbudget“ mit Referenten aus Berlin und Hamburg im Dietrich-Keuning-Haus durch. Es wird eine Dokumentation der Veranstaltung erstellt. -> weitere Informationen

November 2003

Das Nordstadt-Forum verabschiedet eine Resolution „Volle rechtliche, soziale, politische und kulturelle Gleichstellung der ausländischen MitbürgerInnen“.

Januar 2004

Die Zuständigkeiten zur Umsetzung des URBAN II-Programms auf Seiten der Verwaltung werden neu organisiert. Während sich bis dahin die Gruppe „Stadtteile mit besonderem Erneuerungsbedarf" in der neu geschaffenen Abteilung Stadterneuerung des Stadtplanungsamtes für die Implementierung des Programms verantwortlich zeichnete, wird nun eine dezernatsübergreifende Projektgruppe URBAN II installiert, die direkt dem Planungsdezernenten zugeordnet ist.

Mai 2004

Am 13. Mai 2004 wir vom Rat der Stadt Dortmund der Masterplan Wohnen, ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Dortmund mit den Akteuren am Wohnungsmarkt, verabschiedet. Seitdem wird dieser Orientierungsrahmen jährlich mit wechselnden Schwerpunktthemen fortgeschrieben. Der Masterplan Wohnen 2008 befasste sich mit der „Immobilienentwicklung in der Nordstadt“. Schwerpunktthema der Veranstaltungen und Dokumentation war HID - Housing Improvement District (Immobilienstandortgemeinschaft) „Rund um den Flensburger Platz.“ In dem moderierten Modellprojekt sollen in dem genau begrenzten „Problemgebiet“ die Immobilieneigentümer so kooperieren, dass eine Aufwertung des Wohnbereichs erreicht wird.

März 2005

Die „Aktionsfonds für bürgerschaft-
liche Projekte in der Nordstadt“ werden für die Bereiche Borsig-
platz, Nordmarkt und Hafen zunächst für eine Testphase von einem Jahr eingeführt und Jurys aus Bewohnern (Mehrheit), Vertretern der Bezirksvertretung sowie sonstigen lokalen Akteuren (Verbände, Wohnungswirtschaft etc.) gebildet.

November 2005

Nach der Präsentation eines Erfahrungsberichtes durch die Quartiersmanager aus den Quartieren Hafen und Nordmarkt setzt sich das Nordstadt-Forum für die Weiterführung der Aktionsfonds für bürgerschaftliche Projekte und die Beibehaltung der drei Bewohnerjurys ein. Anfang 2006 beschließt der Rat der Stadt schließlich die Fortsetzung der Aktionsfonds.

Mai 2006

Im Vorfeld einer öffentlichen Veranstaltung im Rathaus stellt der Integrationsbeauftragte der Stadt Dortmund (Rechtsdezernent Wilhelm Steitz) im Rahmen des Nordstadt-Forums die geplanten Schritte zur Aufstellung eines „Masterplanes Integration“ vor (-> zur Präsentation).

Urban II Imagekampagne 2006

November 2006

Als wichtiges Thema wird die durch das planmäßige Auslaufen des URBAN II-Programms in 2007/2008 eintretende Finanzierungslücke für Projekte wie das Netzwerk „Übergang Schule – Beruf“, die Elterncafés und Schülerclubs oder das Quartiersmanagement diskutiert. Der Projektleiter Urban II (Ralf Appel) stellt die zukünftige Förderkulisse auf EU-Ebene vor. Es deutet sich die Möglichkeit einer Zwischenfinanzierung des Quartiersmanagements aus dem Programm „Soziale Stadt“ an.

Dezember 2006

Eine Auszeichnung der besonderen Art erhält die Grundschule Kleine Kielstraße in der Dortmunder Nordstadt: In dem bundesweiten Wettbewerb „Erster Deutscher Schulpreis“ wird sie zur besten Schule Deutschlands ernannt. In der Begründung der Jury heißt es, die Schule verbinde „pädagogische Leidenschaft mit professionellem Können und modernem Qualitätsmanagement“. Die Nordstadt-Grundschule hat einen Ausländeranteil unter ihren Schülern von 83 Prozent.
(-> Artikel der Ruhr-Nachrichten vom 12.12.2006)

März 2007

Durch das Integrationsbüro werden im Nordstadt-Forum Zwischenergebnisse aus dem Prozess zur Erarbeitung des „Masterplanes Integration“ präsentiert. Für die operative Umsetzung wurden fünf Arbeitsgruppen gebildet. Kritisch kommentiert wird das Fehlen eines Themenschwerpunktes „Wohnen und Stadtentwicklung“.

Juni 2007

Zum Schwerpunktthema wird der „Bericht zur sozialen Lage für in Dortmund“. Für die Mehrzahl der anwesenden lokalen Akteure liefert die Präsentation von ZEFIR keine überraschenden Ergebnisse. Als sehr hilfreich angesehen wird allerdings die Unterfütterung der bislang vorliegenden qualitativen Situationsbeschreibungen und Problemanalysen durch harte Daten, zumal zugleich eine Differenzierung nach Sozialräumen unterhalb der Ebene der Stadtbezirke dargereicht wird. Der weitere Handlungsbedarf für öffentliche Interventionen in den drei Nordstadtquartieren wird mehr als deutlich. Der Sozialstrukturatlas soll die Grundlage darstellen für ein darauf aufbauendes gesamtstädtisches Handlungskonzept.

Oktober 2007

Interview mit Prof. Dr. Reiner Staubach zu den Entwicklungen in der Nordstadt, in: MIETERFORUM Nr. 10, IV/2007: Stadtteile in Not, Dortmund

Als Konsequenz aus dem Besorgnis erregenden Zahlenmaterial im „Sozialstrukturatlas“ kündigt Oberbürgermeister Dr. Langemeyer einen Aktionsplan „Soziale Stadt“ an. Die Nordstadt umfasst drei der im Bericht zur sozialen Lage in Dortmund insgesamt identifizierten 13 Sozialräume mit erhöhtem Entwicklungsbedarf.
Hier geht es zu einem Interview mit Prof. Dr. Staubach.

November 2007

Oberbürgermeister Dr. Langemeyer legt dem Rat einen ersten Entwurf für einen Aktionsplan „Soziale Stadt“ für Dortmund vor. Er betont: „Wir brauchen integrierte Konzepte. Die Anforderungen an die Verbesserung der sozialen Lage in Dortmund sind komplex. Sie können nur als Querschnittsaufgabe von Politik und Verwaltung gelöst werden. Isolierte Einzelmaßnahmen bringen uns nicht weiter. Insofern ist ein abgestimmtes, in sich schlüssiges Konzept notwendig“ (http://www1.dortmund.de/upload/binarydata_do4ud4cms/83/00/15/00/00/00/150083/Aktionsplan_Soziale_Stadt_Dortmund.pdf | 24.10.07).

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